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Jörg Meyer
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6 Aktuelle Ausgabe zur Ansicht!

Blue Bird: Der Übergang zu elektrischen Schulbussen wird mit einer schnelleren Bereitstellung von 1,5 Mrd. USD an EPA-Mitteln beschleunigt!

Liebe Leser,

Blue Bird ist ein Hersteller von Schulbussen. Wir hatten uns im US-Musterdepot Mitte Dezember 2023 zu 25,55 USD positioniert. Erstens ist in den USA ein 5 Mrd. USD-Förderprogramm für elektrische Schulbusse aktiv. Dieses beschleunigt den Übergang zu umweltfreundlichen Fahrzeugen und eine Modernisierungswelle infolge der Corona-Pandemie. Zweitens folgten wir dem Pivotal News Point, denn Blue Bird hob schon im Dezember 23 zum letzten Mal die Prognose für 2024 an. Bei 1,15 bis 1,25 Mrd. USD an Umsatz sollte ein EBITDA von 105 bis 125 Mio. USD eingefahren werden. Das Orderbuch war mit 600 elektrischen Schulbussen schon gefüllt.

In der Nacht zum 08.02.24 bestätigte man die starke operative Entwicklung. Der Umsatz legte um 34,8 % auf 317,7 Mio. USD zu und 2.100 Busse wurden ausgeliefert. Preisanhebungen wirkten sich positiv aus, wodurch der durchschnittliche Preis um 26,5 % höher lag. Folglich toppte man die Erwartungen eines Umsatzes von 275,1 Mio. USD sehr deutlich. Das Nettoergebnis drehte um 39,4 Mio. USD nach oben und erreichte 29,7 Mio. USD bzw. ein EPS von 0,91 USD. Der Konsens rechnete mit 0,37 USD. Weil das Management mit der Entwicklung sehr zufrieden ist, wurde der 2024er Ausblick erneut angehoben. Der Umsatz soll um 1,15 bis 1,25 Mrd. USD zulegen, aber das EBITDA nun auf 120 bis 140 Mio. USD kommen. Die 10,8%ige EBITDA-Marge soll langfristig auf über 12 % steigen. Beim Umsatz peilt Blue Bird gut 2 Mrd. USD an.

Was berichtete das Unternehmen Spannendes im Conference Call? Laut dem Management bleibt die Nachfrage nach Schulbussen „sehr stark“. Der Auftragsbestand liegt bei 4.600 Einheiten, was rund 670 Mio. USD an Umsatz bedeutet. Per 05.02.24 erhöhte er sich bereits auf 5.000 Einheiten. Davon entfallen 500 Stücke auf elektrische Schulbusse. Man wertet dies als gutes Zeichen für die Preisgestaltung, Produktionsstabilität sowie Marge. Die Aufträge mit niedrigen Margen sind abgearbeitet, weshalb die Profitabilität jetzt anzieht. Einzig ein Hindernis sind angespannte Lieferketten bei einigen Chassiskomponenten. Zudem war das 1. Quartal das stärkste bei den Auslieferungen von elektrischen Schulbussen. Der Auftragsbestand wird als „stark“ bezeichnet. Mit elektrischen Schulbussen wurden 10 % der Erlöse erzielt. Wie das Management auch ausführt, profitiert man substanziell vom 5 Mrd. USD-Förderprogramm, wo die zweite Finanzierungsphase sogar mit höheren Geldern einhergeht. Erst 1 Mrd. USD sind geflossen. Jetzt sollen 1,5 Mrd. USD und damit 500 Mio. USD mehr als erwartet freigegeben werden.

GFT will die Korrektur seit 2022 beenden. Drei Gründe, die für die Aktie sprechen!

Liebe Leser,

Einer der spannendsten Big Picture-Charts liegt beim IT-Dienstleister GFT (i) vor, wo ich aktuell auch long bin. Die Aktie durchlief seit dem Jahr 2022 eine große Korrektur. Nun steht der Ausbruch aus dieser an. Folgende Gründe sprechen dafür, dass er gelingen müsste.

Erstens hat sich am deutschen Markt ein Sektortrend bei den IT- und Software-Aktien gebildet. Werte wie SAP, Nemetschek, Bechtle und Atoss Software ziehen durch. Im Jahr 2024 dürften die globalen IT-Ausgaben laut Gartner um 6,8 % wachsen. Eine wirtschaftliche Erholung sowie die Notwendigkeit zur Digitalisierung, IT-Outsourcing, Investitionen in KI und Cybersicherheit sollten sich positiv auswirken.

Zweitens ist der am 25.01.24 gemeldete Kauf von Sophos in Kolumbien ein spannender Deal. Mit der Akquisition holt sich GFT mehr Marge ins Boot und wird auch den nordamerikanischen Markt besser adressieren können. Zugleich steigt man zu den Top-3-Dienstleister für Banken in Lateinamerika auf. Sophos arbeitet mit einer EBT-Marge von 11,9 %, während GFT auf rund 8,8 % kommt. Die Gewinnperspektive verbessert sich.

Drittens erhöht sich das Wachstumstempo des Unternehmens wieder, da der Bedarf an KI-Projekten zulegt, sowie Modernisierungen und Cloud-Transformationen von Bankensystemen voranschreiten werden. Das organische Wachstumspotenzial kommt auf den Zukauf obendrauf.

GFT dürfte das EPS von 2,10 Euro in 2023 auf 2,45 Euro in 2024 und auf 2,56 bis 2,77 Euro in 2025 steigern. Das KGV25 pendelt sich bei 12 bis 13 ein. Das ist nicht teuer.

Datagroup: Der Corbox-Service verzeichnet über 30 Mio. Euro an Neuaufträgen. IT-Fachkräftemangel als Nachfragetreiber?

Liebe Leser,

Die IT- und Softwareaktien ziehen geschlossen nach oben, wie SAP, Nemetschek und Bechtle als größte Vertreter aufzeigen. Das hat mehrere Gründe. Erstens entwickelt sich ein neuer Sektortrend. Zweitens werden die globalen IT-Ausgaben um 6,8 % im Jahr 2024 laut Gartner wachsen. Drittens sind Investitionen in generative KI, IT-Services, Cloud und Cybersicherheit weiter wichtig. Viertens signalisieren die großen Aufträge über kumuliert 50 Mio. Euro bei Adesso und mehr als 30 Mio. Euro bei Datagroup die Investitionstätigkeit der Kunden.

Spannend ist nach der Kurskorrektur seit 2022 der IT-Dienstleister Datagroup (A0JC8S). Datagroup hat in den letzten Wochen viele neue Aufträge akquiriert, wie von Evonik, dann rund 30 Mio. Euro von der öffentlichen Hand sowie mehrere Aufträge aus dem Bau und der Industrie über mehrere Millionen Euro. Beispielsweise übernimmt Datagroup den reibungslosen Betrieb von 30.000 Arbeitsplätzen bei Evonik. Die Laufzeit liegt bei drei Jahren. Auch die öffentliche Hand greift auf den End User Service sowie IT-Security-Service über den Corbox-Service zurück.

Wegen dem Fachkräftemangel dürften Unternehmen sowie die öffentliche Hand gezwungen sein die Corbox-Lösung von Datagroup zu nutzen. Datagroup bietet mit „Corbox“ einen modularen Baukasten an standardisierten IT-Outsourcing-Services an. Unternehmen können je nach Bedarf auswählen, ob sie den Public Cloud Service, SAP-Service, App Management Service, Network Service oder auch Security Services nutzen wollen. Datagroup sorgt dann für die Wartung und Pflege der SAP-Systeme, ermöglichen schnelle und sichere Netzwerke und hilft bei der Abwehr von Cyberattacken. Für Datagroup bedeutet das ein wiederkehrendes und planbares Geschäft mit Laufzeiten bis teilweise 5 Jahre. Die Treiber für ein beschleunigtes Wachstum sowie stärkeres Cross-Selling sind laut dem Unternehmen KI, Cybersecurity und die Cloud. Daher investiert man dort auch mehr.

Die Aktie startet am 02.02.24 den Ausbruch über die Widerstandslinie. Bereits seit Ende Januar ist erhöhtes Handelsvolumen in dem Wert. Das Interesse steigt, zumal die Bewertung mit einem KGV25e von 13 nicht teuer ist, da Datagroup viel wiederkehrendes Geschäft hat.

Medizintechnik-Aktien sind bullenstark. Warum Carl Zeiss Meditec für den Ausbruch prädestiniert ist!

Liebe Leser,

Die Medizintechnik-Aktien sind global in diesen Tagen sehr freundlich unterwegs. Ein Sektortrend etabliert sich. In den USA ziehen Stryker, Medtronic und Intuitive Surgical durch. Oftmals schwappen solche Trends mit einer zeitlichen Verzögerung auf den deutschen Markt über. Dort wäre die Aktie von Carl Zeiss Meditec ein Favorit.

Carl Zeiss Meditec nimmt eine weltweit führende Rolle bei Produkten und Workflowlösungen für die Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten ein. Für die Ophthalmologie werden Hornhauttopographie-Systeme, optische Biometriegeräte, Mikroskope, Netzhauskameras bis hin zu Laser angeboten. Die Mikrochirurgie umfasst Systeme für die Strahlen- und Radiotherapie, OP-Mikroskope sowie Lösungen für die intraoperative Fluoreszenzbildgebung. Daneben offeriert man Lösungen zur sicheren und effektiven Verwaltung von Gesundheitsdaten, Automatisierung von Arbeitsabläufen und nutzt dafür auch KI.

Jüngst gab Carl Zeiss Meditec bekannt die DORC für 985 Mio. Euro zu übernehmen. Das ist ein führender Anbieter von Geräten für die Netzhautchirurgie. Zugriff erhält man auf die EVA NEXUSTM-Plattform. Es bietet erstklassige Lösungen für die VR-Chirurgie, die Kataraktchirurgie und weitere Augenerkrankungen. So können Chirurginnen und Chirurgen mit einer einzigen Geräteplattform eine Vielzahl von Behandlungen ermöglichen. 2023/24 dürfte Carl Zeiss Meditec laut der UBS auch die Talsohle bei der Marge durchschritten haben. Die Analysten erwarten im Zeitraum 2024 bis 2028 ein durchschnittlich jährliches 10%iges Wachstum sowie eine 18%ige Gewinnsteigerung. Für die Annahme spricht auch, dass Carl Zeiss Meditec am 29.01.24 einen Aktienrückkauf über 150 Mio. Euro beschloss.

Die Medizintechnik-Aktien werden zu einem Sektortrend. Carl Zeiss Meditec ist eine Option, um diesen am deutschen Markt zu spielen. Das jüngste Aktienrückkaufprogramm untermauert den Optimismus für den Cash Flow und das künftige Geschäft. Die Aktie könnte bald aus der Konsolidierung ausbrechen.

ASML ist ein Top-Profiteur des anstehenden, neuen Chipzyklus und mehr Milliarden-Subventionen der USA für moderne Chipfabriken. Kursziel 950 Euro!

Liebe Leser,

ASML ist mit seinen EUV-Anlagen ein Monopolist, weil ohne diese keine kleinen Chipstrukturen realisiert werden können. Die Digitalisierung, Elektromobilität und vor allem das KI-Zeitalter spielen dem Konzern bei der Nachfrage in die Hände. Lediglich die Exportrestriktionen nach China sind ein Risiko. Wie das Handelsblatt am 29.01.24 vermeldete, planen die USA laut Insidern neue Milliarden-Subventionen, damit moderne Chipfabriken auf heimischem Boden entstehen. ASML würde die Anlagen bereitstellen. Das Unternehmen erwartet zudem ab 2025 einen neuen Wachstumsschub, weil die Talsohle aktuell durchschritten wird. Dieser kündigt sich mit 9,2 Mrd. Euro an Auftragseingang im letzten Quartal sowie einem Auftragsbestand von 39 Mrd. Euro an.

Der Big Picture-Breakout wird von neuen Zielanhebungen untermalt. Am 30.01.24 erhöhte JPMorgan das Ziel von 800 Euro auf 950 Euro und bestätigte mit Übergewichten. Die Deutsche Bank ging von 720 Euro auf 880 Euro. Laut JPMorgan biete die Aktie in einem „Schönwetter-Szenario“ ein erhebliches Aufwärtspotenzial. Die Aktie wird als erste Wahl für 2024 gesehen. Der Aufschwung beginnt auch erst!

Charttechnisch hat ASML einen bedeutsamen Big Picture-Breakout gestartet, obwohl die Bewertung nicht günstig ist und das China-Risiko besteht. Doch die Lokalisierung von Chipfabriken in Nordamerika sowie Europa kreiert neue Potenziale zusammen mit dem enormen Bedarf an Hochleistungschips, welchen das KI-Zeitalter mit sich bringt.

LVMH wächst in einem schwierigen Umfeld. Das 22er KGV geht wieder in Ordnung. Goldman Sachs sieht 35%iges Potenzial auf 1000 Euro!

Liebe Leser,

LVMH sollte heute probieren aus der mehrmonatigen Korrektur auszubrechen, nachdem die Quartalszahlen deutlich über den Erwartungen lagen. Zudem erhöhte Goldman Sachs das Kursziel.

Zunächst gelang es im 4. Quartal organisch um 10 % zu wachsen und mit einem Umsatz von 23,95 Mrd. Euro die Erwartungen von 23,7 Mrd. Euro zu schlagen. 2023 war geprägt von einem 8,8%igen Wachstum auf 86,15 Mrd. Euro sowie einem Nettogewinnanstieg von 7% auf 15,17 Mrd. Euro. Das Leder- und Bekleidungsgeschäft sowie Parfüm und Kosmetik trieben das Wachstum mit zweistelligen Erlöszuwächsen an. Zudem entwickelten sich die Regionen Europa, Japan und das restliche Asien gut. Die Marke Louis Vuitton steht bei den kaufkräftigen Kunden weiter ganz oben auf der Liste. Sodann sollte in 2024 ein leichtes Wachstum drin sein. Das KGV wäre um 22. Das geht wieder in Ordnung.

Besonders optimistisch sind die Goldman Sachs-Analysten. Sie erhöhten heute das Ziel auf 1000 Euro und sehen ein 35%iges Potenzial. Damit ist die Aktie für ein Ende der Korrektur prädestiniert, zumal die Bewertung in Ordnung geht.