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Jörg Meyer
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6 Aktuelle Ausgabe zur Ansicht!

Russlands Teilmobilmachung lässt das Kapital in Sicherheitswerte rotieren. Wachstumswert Elbit Systems bietet ein gutes CRV!

Liebe Leser,

Russland hat heute die Teilmobilmachung von 300.000 Reservisten angeordnet. Zudem droht Putin mit dem Einsatz atomarer Waffen. Die Verunsicherung lässt das Kapital in Sicherheitswerte rotieren. Thales, Hensoldt (i), Rheinmetall und BAE Systems legen über 7 % zu. Hinzu kommen die anhaltenden Spannungen zwischen China und den USA. Biden bestätigte in einem Interview man würde Taiwan mit US-Streitkräften bei einer Invasion verteidigen. Daher dürften die Sicherheitswerte global gespielt werden.

Ein gutes CRV bietet Elbit Systems nach dem jüngsten Rücksetzer, die beim TraderFox Wachstums-Check auf 13 / 15 Punkte kommen. Elbit Systems ist auf luft-, land- und seegestützte Systeme und Produkte für die Bereiche Verteidigung, Innere Sicherheit und kommerzielle Anwendungen spezialisiert. Dazu gehören Aufklärungssysteme, unbemannte Flugzeugsysteme, Kommunikationssysteme, Munition bis hin zu Cyberintelligenz. Zugleich widmet man sich neuen Technologien. Mit dem Iron-Beam-System ist man in der Lage mittels Laserstrahlen auch Raketen, Mörser sowie Drohnen abzufangen. Dieses wurde im April dieses Jahres erfolgreich getestet.

In den letzten Tagen gingen neue Aufträge ein. Die US-Armee bezieht für 49 Mio. USD Mörsersysteme. Für weitere 10 Mio. USD wird man fortschrittliche Nachtsichtsensoren entwickeln. Zudem ging ein Auftrag über 76 Mio. USD für die Lieferung von Trainingskapazitäten für die elektronische Kampfführung von einem asiatischen Land ein.

Die Aktie könnte wegen der Akkumulation bei 200 USD ein Swing Low bilden, die große Range verteidigen und damit wieder nach oben wegdrehen.

Ormat brodelt am 52-Wochenhoch. Der Geothermiespezialist hat ehrgeizige Pläne für den Zeitraum 2023 bis 2026!

Liebe Leser,

Vor einem Ausbruch auf das 52-Wochenhoch könnte Ormat Technologies (ORA) stehen. Das ist ein führender Anbieter von Geothermiekraftwerken, die im Zuge der Energiewende und durch den Inflation Reduction Act mehr Nachfrage verzeichnen dürften. Das Unternehmen hat auch ein Portfolio über 1,17 GW an Geothermie-, Speicher- und PV-Anlagen aufgebaut. Global gibt es eine installierte Geothermiekapazität von ca. 16 GW und der Konzern sieht das Potenzial für eine Verneunfachung. Beispielseise sind in Asien 4,9 GW installiert und Potenzial wird für 74,3 GW gesehen. In den USA sind es 3,7 GW mit einem Potenzial von 35 GW.

Auch wenn gegenüber der Geothermie eine Zurückhaltung herrscht, da Erdbebenrisiken gesehen werden, könnte ihr Ausbau zur Absicherung der Wärme- und Stromversorgung voranschreiten. Das Ziel von Ormat ist es das eigene Portfolio um 14 bis 16 % p.a. zu steigern, um bis 2026 auf ca. 2,15 bis 2,3 GW zu kommen. Dabei sollen bis zu 1,55 GW auf Geothermie und Solar entfallen. Das Wachstum soll sich beschleunigen mit dem Ziel das EBITDA von 401 Mio. USD auf über 500 Mio. USD bis 2023 zu steigern.

Die Aktie notiert 2 % vom 52-Wochenhoch entfernt. Damit rückt dieser Leader-Stock auf die Watchlist. Sobald die Base nach oben hin verlassen wird, kommt ein Trade in Frage.

Der Lagerautomatisierungsmarkt startet auf 47,2 Mrd. Euro in 2025 durch. Die Korrektur bei Jungheinrich ist eine Chance!

Liebe Leser,

Der Markt für die Automatisierung von Lagern wird sich in den nächsten Jahren von 30 Mrd. Euro auf 47,2 Mrd. Euro erhöhen. Das Wachstum beträgt jährlich 12 % im Zeitraum 2021 bis 2025. Dafür gibt es mehrere Gründe. Lager müssen wegen der zunehmenden Penetration des E-Commerce optimiert werden, weil die Lagerhaltung zunimmt und Auslieferungen immer schneller erfolgen sollen. Die überalternde Bevölkerung und zugleich steigende Lohnkosten führen zu einem Fachkräftemangel. Diesem wird mit mehr Automatisierung begegnet, zumal damit steigende Produktionskosten und eine höhere Komplexität der Logistik bewältigt werden können. Weitere Gründe für die Lagerautomatisierung sind die Kapazitätserweiterungen in den Schwellenländern sowie die Digitalisierung. Schließlich denken Unternehmen infolge der Lieferkettenprobleme darüber nach wieder mehr Fertigung zurückzuholen, was ebenfalls einer höheren Nachfrage nach Intralogistiklösungen beiträgt.

Die aktuelle Kurskorrektur bei Jungheinrich stellt eine Chance dar, die mit einer weiteren Abwärtswelle auf unter 20 Euro bedeutsam wird. Die Kunden fragen bei Jungheinrich mehr Robotiklösungen nach. Auch spürt man eine Aufsplittung der Logistik, sodass beispielsweise in Europa lieber drei regional stark verteilte Zentrallager entstehen, anstatt eines. Das eröffnet zusammen mit der Neuordnung von Lieferketten eine zusätzliche Chance. Denn laut einer Umfrage von ABB wollen 33 % der Unternehmen in Deutschland ihre Produktion zurückholen. Jungheinrich wird mittel- und langfristig wachsen. In Richtung Mitte der Dekade wird das KGV klar einstellig.

Chart Industries realisiert die LNG- und Wasserstoffinfrastruktur. Geht der Big Picture-Breakout weiter?

Liebe Leser,

Chart Industries gehört zu den Profiteuren vom Umbau des Energiesystems mit einem Übergang zur Wasserstoffwirtschaft sowie der Neuordnung bei den Lieferketten für Gas.

Der Ausbau der LNG-Infrastruktur ist aktuell der Top-Treiber. Im ersten Halbjahr gingen LNG-Aufträge für über 528 Mio. USD ein. Aber Chart Industries ist auch bei Infrastruktur für die Wasserbehandlung sowie Wasserstoff dabei. In einem Interview taxiert man das Potenzial für den Konzern bei LNG auf 6 Mrd. USD, wovon der Schwerpunkt in Nordamerika liegt. Dazu heißt es vom Management noch: "Aber auch außerhalb der US-Golfküste sehen wir zahlreiche Möglichkeiten, da die Umstellung auf modulare mittelgroße Anlagen (im Gegensatz zu fest gebauten Grundlastanlagen) zur Normalität wird." Europa wird eine wichtige Rolle bei der Nachfrage spielen, aber das Unternehmen sieht auch Indien, Asien und Afrika als bedeutsame Quellen für das Nachfragewachstum.

Chart Industries profitiert aber auch von der Wasserstoffwirtschaft, weil man Speicher, Messysteme sowie Plattenwärmetauscher und Equipment für die Verflüssigung offeriert. Im Jahr 2021 gingen Aufträge für über 280 Mio. USD ein, welche die Verflüssigung und Ausrüstung betrafen. Der Konzern bedient damit die Produktion und Lagerung, aber spürt auch mehr Interesse am dritten Bereich der Endverbraucherkategorie. Global ist es das Ziel wegen der Dekarbonisierung den Umstieg auf die Wasserstoffwirtschaft zu machen. Alleine die EU will 470 Mrd. Euro bis 2050 für die Wasserstoffwirtschaft ausgeben.

Bis 2025 könnte sich der Nettogewinn auf über 10 Euro je Aktie verdoppeln. Die Goldman Sachs-Analysten stuften heute von „Neutral“ auf „Kaufen“ und steigerten das Ziel auf 259 USD. Damit sollte der Big Picture-Breakout wieder aufgenommen werden.

Kann Paypal die Konsolidierung hinter sich lassen? Das Geschäft soll laut dem CEO solide verlaufen!

Liebe Leser,

Die Aktie von Paypal hat sich in den letzten Wochen ganz gut gehalten. Der aktivistische Investor Elliott stieg ein. Zudem will man 15 Mrd. USD für Aktienrückkäufe aufwenden. Im Jahr 2022 werden davon rund 4 Mrd. USD aufgewendet.

Wie CEO Dan Schulman auf einer Konferenz von Goldman Sachs aussagte, soll das aktuelle Quartal gut, solide verlaufen sein. Demnach dürfte Paypal im Einklang mit den Umsatzerwartungen liegen. Beim EPS könnte man sogar positiv überraschen. Zudem soll man bei den Kostenmaßnahmen im Plan sein. Über 900 Mio. USD in diesem und 1,3 Mrd. USD im nächsten könnten herausgenommen werden. Dann würde sich ebenfalls die Marge verbessern.

Die Aussagen von CEO Schulman deuten darauf hin, dass man weitere Enttäuschungen in diesem Jahr vermeiden kann, insofern der Konsens nicht zu euphorisch ist. Paypal zielt in diesem Jahr auf einen Nettogewinn von 3,87 bis 3,97 USD je Aktie ab. So könnte der Konzern bis 2024 auf einen Ertrag von 5,65 USD je Aktie kommen, sodass das KGV bei lediglich noch 17 liegt.

GFT digitalisiert die Banken. Kunde Deutsche Bank will die Online-Banken stärker attackieren!

Liebe Leser,

Eines der wachstumsstärksten Unternehmen aus dem IT-Sektor ist GFT (i), das mit 73 % der Erlöse stark in der Bankenbranche verankert ist. Dass man sich in den letzten Jahren diversifizierte und dadurch mehr auf Kunden aus der Industrie (16 % Umsatzanteil in 2021) sowie der Versicherungsbranche (11 % Umsatzanteil in 2021) fokussierte, wirkt sich positiv aus. Im Jahr 2022 wird das Unternehmenswachstum bei 29 % liegen. Per 2023 beträgt das KGV rund 17,5. Ein Wachstumstreiber ist, dass immer mehr Kunden größere und komplexere Digitalisierungsprojekte anstoßen, und das sollte sich bis Mitte der Dekade kaum ändern.

Einer der Top-30-Kunden ist die Deutsche Bank. Diese digitalisiert sich mehr, was für GFT die Chance auf Aufträge darstellt. Die Deutsche Bank plant im Jahr 2024 ein eigenständiges digitales, app-basiertes Angebot für Kunden mit Anlagebedarf an den Markt zu bringen. Es richtet sich an Menschen, die ihr Vermögen professionell verwalten und Wertpapiere selbst handeln wollen. Die Deutsche Bank geht mehr auf Konfrontationskurs zu den Onlinebanken, allerdings legt sie mehr Wert auf einen Vor-Ort-Kundenservice sowie Beratung per Chat und Telefon. Laut GFT werden in drei asiatischen Ländern noch 22 weitere digitale Banken aufgebaut. Auch davon sollte das Unternehmen profitieren. GFT hat beispielsweise BankLiteX entwickelt. Das ist eine modulare End-to-End-Lösung, mit der Unternehmen schneller als je zuvor eine cloudbasierte Digital-Bank-Sparte aufbauen und einsetzen können. Demnach lassen sich die ersten Funktionen eines digitalen Betriebs binnen drei Monaten einrichten.

Ich bin in der Aktie aktuell long und setze darauf, dass sie am unteren Rand der Trading-Range wieder nach oben dreht.